FDP-Kreisverband Waldeck-Frankenberg

Aktuelles

Prognose über Zahl der Arbeitskräfte erschreckend

FDP verlangt runden Tisch

Nachdem die Bertelsmann-Studie zur Bevölkerungsentwicklung und die Enquetekommission des Hessischen Landtags zur Demographie mit ihren schlechten Prognosen für Waldeck-Frankenberg zu vielen Diskussionen geführt hat, schockt jetzt die neue Untersuchung der Agentur für Arbeit die heimische Region.

„Zur Demographie haben wir auf Kreisebene mehrere Arbeitskreise eingerichtet, und der neue Landrat hat die Problematik auch zu einem seiner Hauptthemen gemacht. Was nutzt uns das aber jetzt, wenn uns in Zukunft die Arbeitskräfte ausgehen,“ so Heinrich Heidel.

So hat die Studie der Agentur für Arbeit die Situation für andere Bereiche Nordhessens, so zum Beispiel für Bad Hersfeld, noch schlechter dargestellt, aber dies kann nach Ansicht der FDP kein Trost sein.

„Während wir bisher diskutiert haben, wie wir mit der zunehmenden Alterung der Gesellschaft umgehen, die Infrastruktur dafür schaffen und damit Arbeitsplätze erhalten, stellt sich nach der neuen Studie die Situation vollkommen anders dar – uns rennt die Jugend weg,“ so der Pressesprecher der FDP Waldeck-Frankenberg, Reinhard C. Schulz.

Für die heimische FDP ist es erschreckend, dass, nicht wie befürchtet der Mangel an Arbeitsplätzen Jugendliche aus der Region treibt, sondern sie von selbst die Heimat verlassen, um dort nach Arbeit zu suchen, „wo das Leben nach ihrer Ansicht pulsiert und sie höhere Lebensqualität im Freizeitbereich erwarten,“ vermutet Heinrich Heidel.

Die FDP Waldeck-Frankenberg fordert deshalb die Einrichtung eines neuen runden Tisches, der sich nicht mit der Problematik der demographischen Entwicklung für die älterer Generation beschäftigt und über die Möglichkeiten der Ansiedlung junger Familien im Landkreis philosophiert, sondern sich mit den Bedürfnissen und der Lebensqualität jüngerer Menschen befasst und diese auch angeht.

In der bisherigen Diskussion stand nach Ansicht der Liberalen die Problematik der älter werdenden Gesellschaft allein im Mittelpunkt. Die Erkenntnis, dass die Lebensqualität in der Region für junge Leute unattraktiv wird und notwendige Arbeitskräfte abhanden kommen, war nie im Fokus der politischen Betrachtung.

„Wahrscheinlich werden in diesem Prozess älter werdende Mitbürger lernen müssen, mit ihrem Ruhe- und Sicherheitsbedürfnisse verantwortlich zu sein, dass für junge Menschen mit Lärm verbundenen Freizeitbeschäftigungen immer mehr eingeschränkt werden und unser Landkreis dadurch für sie vermeintlich langweilig wird,“ so Reinhard

Stärkeres Wachstum der hessischen Wirtschaft

Florian Rentsch: Auch Dank einer klugen Wirtschaftspolitik geht’s wieder aufwärts mit der hessischen Wirtschaft


Florian Rentsch
”Die Zahlen der Landesbank Hessen-Thüringen in der heutigen Ausgabe der Frankfurter Allgemeine Zeitung zeigen: Die hessische Wirtschaft wächst stärker als erwartet. Das heißt, dass sich das Konjunkturpaket, das wir hier in Hessen geschnürt haben, als richtig erweist. Die Investitionen in Infrastruktur in Mittel- und Nordhessen, aber auch im Rhein-Main-Gebiet, wie am Frankfurter Flughafen, sorgen für die dringend notwendigen Versorgungsadern, um die hessische Wirtschaft voranzubringen“, so Florian Rentsch, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag.

FDP: Rückkehr zur Sachpolitik

Auf der Vorstandssitzung des FDP Kreisverbandes Waldeck-Frankenberg in Vöhl stand zunächst die Vorbereitung der Kommunalwahl 2011 und die damit verbundene Terminplanung im Vordergrund.
Die Neuwahl des Kreisvorstandes wird am 8. Oktober, die Aufstellung der Liste am 5. November erfolgen. Weiterhin ist für 25. September die diesjährige Verleihung des Landrat-Heinrich-Kohl-Preises geplant.

Es folgte ein Vortrag des kulturpolitischen Sprechers der FDP Landtagsfraktion, Jochen Paulus (Alheim), der auf die Wichtigkeit der kulturellen Veranstaltungen im ländlichen Raum hinwies und hierbei besonders das ehrenamtliche Engagement heraushob. Gerade im Bereich der Laienspielgruppen, wie man sie ob ihrer Professionalität gar nicht bezeichnen dürfte, gibt es eine große Vielfalt, die zum Erhalt der regionalen Kultur unterstützt werden sollten.

Der heimische Wahlkreis-Bundestagsabgeordnete Björn Sänger (Ahnatal) berichtete vom Sparpaket der Koalition in Berlin. Als Mitglied im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages konnte er viele Einblicke in die derzeitig ablaufende Diskussion geben.
Seinem Vortrag schloss sich eine angeregte Diskussion über die Außenwirkung der Bundespolitik an.

Es herrschte Unmut darüber, dass man nicht nur ein außergewöhnliches Wahlergebnis , sondern auch ein gutes Wahlprogramm nicht aus dem Gezänk der Koalitionspartner hat heraushalten können. Gerade das Programm, mit dem die FDP zur Bundestagswahl angetreten war, bietet nach Ansicht der Diskussionsteilnehmer genügend Antworten auf viele Sachfragen, die dringend behandelt werden müssen.

„Wir in Hessen gehen dank einer ausgefeilten Koalitionsvereinbarung gemeinsam an die Sachfragen, auch wenn es gelegentlich Diskussionen mit der CDU gibt, aber diese werden intern gelöst und mit zukunftsorientierter Zusammenarbeit auf den Weg gebraucht,“ so Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter Heinrich Heidel.
Der bevorstehende FDP Landesparteitag in Künzell wird ausreichend Gelegenheit geben, neben den anstehenden inhaltlichen Entscheidungen auch die Situation der FDP zu diskutieren.

Mit Bedauern für Bad Arolsen nahmen die Kreisvorstandsmitglieder die Pläne des hessischen Justizministers zur Kenntnis, die Gerichtsstruktur in Hessen zu verändern. Für den Kreis und vor allem für Bad Arolsen sei dies mit Beeinträchtigungen verbunden, aber scheinbar ein Teil eines Gesamtkonzeptes. Gerade dieses vom Justizministerium in Abstimmung mit den betroffenen Gerichten, ihren Verbänden und den Verwaltungen erarbeitete Konzept benachteiligt nicht eine Region, sondern hat Hessen weit auf die veränderten Gegebenheiten reagiert.

Arbeitsmarkt

Konjunktur und Arbeitsmarkt beflügeln sich gegenseitig

Die Erholung am Arbeitsmarkt geht weiter. Im Juli 2010 waren mit 3,19 Millionen rund 271.000 Menschen weniger ohne Arbeit als im Vorjahr. "Konjunkturelle Erholung und bessere Lage am Arbeitsmarkt beflügeln sich gegenseitig", freut sich Wirtschaftsminister Rainer Brüderle. Er ist zuversichtlich, dass zum Jahresende sogar die Drei-Millionen-Marke unterschritten werden kann. In Zukunft könnte eher der Fachkräftemangel zum Problem werden, so Brüderle.



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Björn Sänger MdB


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